Jörg: Mickey, hättest du Lust ein paar Sachen zur Jazzgalerie zur sagen?

Mickey: gerne ja.

Jörg: Kannst Du mir einfach kurz erklären, auch dem Publikum, wer die Leute alle auf dem Photo sind? Links, das bist du.

 

Mickey Bahner mit Eugen Cicero in der Jazzgalerie
Mickey Bahner mit Eugen Cicero in der Jazzgalerie

Mickey: Links das bin ich, dann kommt Eugen Cicero.

Jörg: Das ist der Vater von Roger Cicero, der ja sehr bekannt ist, und als Vater einen berühmten Jazzpianisten hatte.

Mickey: Und Dee Bone am Schlagzeug. Ein Engländer, der damals der Schlagzeuger des SFB Tanzorchesters war und sich dann noch einmal beworben hatte als klassischer in Stuttgart, wo er heute noch ist, falls er noch spielt. Er hat noch einmal den Sprung zum klassischen gewagt und geschafft. Nach ihm kam Ronny Stephenson, auch ein Engländer, als ständiger Schlagzeuger des SFB.

Mickey Bahner mit Eugen Cicero und Dee Bone ca. 1969
Mickey Bahner mit Eugen Cicero und Dee Bone ca. 1969

Hinten, diese Schilfwand. Diese Galerie (Die „Jazzgalerie“) existiert heute noch. Es ist dieser Flachbau in der Bundesallee, schräg gegenüber vom ADAC. Das ist zu einem auf der linken Seite, „Rickenbackers“ heißt das heute, hier war früher die Jazzgalerie, und die andere Seite, das war mal ei „Irish Pub“, alles Mögliche. Und diese „Jazzgalerie“ wurde 1964 eröffnet mit einer von Oskar Kokoschka, Zeichnungen und Bildern, und zu dieser Eröffnung spielte Eric Dolphy als Starsolist, begleitet von Karl Heinz Berger am Klavier, der später, also in Amerika, sich vor allen Dingen als Vibraphonist einen Namen gemacht hat, mehr so in der freien Szene. Kommt ursprünglich aus Heidelberg, hatte den Spitznamen Hobo (?), weil sein Vater Lateinlehrer war. Weiterhin wurde Dolphy begleitet von Klaus Hagel, Schlagzeuger, auch aus Heidelberg. Seine Schwester war gleichzeitig die Frau von Karl Berger, sang, aber nichtmit Dolphy zusammen. Es war sehr beeindruckend mit Eric Dolphy, bloß es sollte der einzige und letzte Abend sein. Er fiel am nächsten Tag in ein Koma. Er war schwer zuckerabhängig. Das heißt, er ließ sich dann also mal ein Pfund Eis kommen, oder ein Pfund Schokolade, und hat das eingefahren, auch um so ‚ne Art Rausch zu stillen. Die Ärzte kanntenkannten diese Form von Diabetis nicht, konnten ihn also nicht behandeln und nicht retten, und er ist hier in gestorben. Die „Jazzgalerie“ war ursprünglich ein Studentenclub namens „Tangente, es war eine ganze Kette von Studentenclubs. Das begann in Heidelberg, wo Hannelore Kaub, die Kabarettistin, ihr „Bügelbrett“ hatte, und der Mann von ihr begann diese Tangenten aufzubauen. Es gab noch eine weitere in , beim Verkehrsamt, so hinten drin ein bißchen versteckt. Jedenfalls diese Tangenten waren eben alle ausgestattet mit niedrigen Tischen, mit so einer Kupferoberfläche und tiefhängenden Lampen. Es war alles sehr gemütlich. Da ist noch einmal Eugen. Das sollte der Jazzladen sein, nachdem eben das „Blue Note“ in der Uhlandstraße, das war ein weiterer Moder Club, irgendwann Pleite ging, weil einer der Besitzer die Kasse an sich genommen hatte und verduftete. Dann gab’s noch Dugs (Dax ? Dachs?) Nightclub und den „Old Eden Saloon“.

Leo Wright mit Mickes Dennert und Mickey Bahner
Leo Wright mit Mickey Dennert und Mickey Bahner

Das ist schon Leo Wright, am Schlagzeug Mickey Dennert. Mit ihm zusammen sollte ich später, kurz danach, im „Old Eden Saloon“ mit dem Manfred Burzlaff Quartett spielen. Dort Simon/Schima (?) Rolf Eden, der besaß diesen „Old Eden Saloon“, und er war ein Jazz Freier. Spielte selbst so ein bißchen Klavier und sang auch so ein bißchen. Und der hatte damals sehr große Namen in seinen Club geholt. Große Namen wie Dexter Gordon, Art Farmer, Don Byas, Albert Mangelsdorff und andere. Meine „Jazzgalerie“ Zeit kam danach. Das ist Leo Whright, der auch ein hervorragender Flötist war, sehr beeindruckend, und da gibt es also folgende Geschichte. War ein guter Spaßvogel so, hatte früher, als ich noch zur Schule ging, mit Dizzy Gillespie gespielt in einer Band. Gibt’s ne Liveaufnahme aus Antibes, Cap D’Antibes, von einem Jazzfestival. Und er war, und ich weiß nicht, ob er hier seinen Militärdienst dann abgeleistet hat, in Berlin. Jedenfalls, er blieb dann hier und wurde später der Nachfolger von Herb Geller am ersten Alt im SFB Tanzorchester. Und Leo wurde eingekauft, so nenn‘ ich das mal, vom RSO, von einem klassischen Orchester, um in einem Gershwin Konzert den Altsaxophon Part zu übernehmen. Und in der Pause ging er zu dem klassischen Flötisten und fragt: „May I try your flute ?“ / „Kann ich mal ihre Flöte ausprobieren ?“ der kam so ein bißchen ins Stutzen; „Hier, nimm die Flöte“. Biuhh, biuhh…(Mickey imitiert eine Flöte / Bebop lines)….da kamen also unheimliche Wellen, und er kriegte also unheimliche …..(?), fing an zu stutzen, sagte:“ Ah, you play the flute too ?!? Sagt Leo:“ Why, don’t you play the altosaxophon ?!?“

Leo Wright
Leo Wright

Und es gibt noch andere gute Sprüche von ihm, zum Beispiel, wenn ein Abend war mit wenig Publikum. Da kenn‘ also zwei Kommentare, der eine war von Hawe Schneider aus der Eierschale, wo ich auch ‚ne Weile spielte. Der sagte in so einem Fall: „Das Publikum ist klein, aber gerecht“, und Leo sagtein so einem Fall: „You are a few, but potent“. Noch eine Geschichte, die hatte ich Dir vergessen zu erzählen. Wir waren in der Cafeteria des SFB, und es kommt eine Ballettruppe rein, die geschminkt war, und einer war als Schwarzer geschminkt. Und Leo sieht ihn, hatte so ‘ne Fistelstimme, und sagt: „Ey man, is this guy supposed to be Othello ?“

Leo Wright mit Meckey Dennert
Leo Wright mit Meckey Dennert

Hier is‘ er sauer, da iss’a sauer. Da kam, da wurde uns irgendwie gesagt: Da kommt ein Filmteam, und die machen ein paar Aufnahmen. Dufte Reklame, und so für euch, nicht (?!?).Und dann blieb das nicht so bei ein paar Minuten Filmaufnahmen, sondern die filmten und filmten, und Leo sagte: „ Moment mal, also jetzt kostet‘s also Geld, die nutzen uns hier aus.“ Also er war aber schon wirklich amerikanischer Profi, der sofort merkte, was da ablief. Wie das dann geendet ist, ich weiß es nicht, vielleicht haben wir dann auch etwas Geld bekommen.

Mickey Bahner (rechts) mit Wilson de Oliviera im Quasimodo
Mickey Bahner (rechts) mit Wilson de Oliviera im Quasimodo (ca. 1972)

Das ist das „Quasimodo“. Das „Quasimodo“ wurde 1967 zum Jazzclub. Das links ist Gige, also eigentlich heißt er Wilson de Oliviera. Hat lange beim Hessischen Rundfunk gespielt, lebt auch noch zum Teil in Frankfurt, zum Teil hier. Und das bin ich am Flügelhorn, ausnahmsweise, und nicht am Bass. Jedenfalls, die „Jazzgalerie“ war auch Anlaufpunkt für Musiker, Basie Leute, wer auch immer. Spielten in Berlin, kamen nach dem Konzert, natürlich nicht alle, aber z.B. Eddie „Lockjaw“ Davis stand regelmäßig nach dem letzten Ton des Konzerts im Club, mit der Kanne und hat dann mitgespielt.

Wilson de Oliviera und Mickey Bahner
Wilson de Oliviera und Mickey Bahner

Das ist noch einmal das „Quasimodo“.

Jedenfalls zurück zur „Jazzgalerie“. Es gab zu dieser Zeit Haus-Rhythmusgruppen. Das heißt, eine Rhythmusgruppe hat die ganze Woche durchgespielt, aber während der Wochentage eigentlich nur im Trio, und am Wochenende kamen dann Solisten dazu, auch weil da eben mehr Publikum kam. War einfach nur ‘ne Frage des Geldes, oder auch des Geldes. Dann kamen, was weiß ich, Leo Wright, Carmel Jones, der war im SFB Tanzorchester, Heinz von Hermann – war gerade hierhergezogen. Schließlich und endlich Slide Hampton, und wir spielten ungefähr zweieinhalb Jahre, ein „gewisser“ Billy Brooks am Schlagzeug Vince benedetti am Klavier. Leute, die eigentlich viel weiter waren als ich damals. Hatte damals klassische studiert an der HfM, und abends eben das Studium finanziert mit Jazzspielen in verschiedenen Clubs, u.a. in der „Jazzgalerie“, länger als zwei Jahre am Stück. Das war außer Montag jeden Abend. Es kamen als Gäste auch Lionel Hampton – kam mal nach dem Konzert und es war ein Leichtes für Franz Fijal, das war der Besitzer der „Galerie“, aber gleichzeitig der Besitzer des SFB Tanzorchesters. Der war nach dem Kriege erst’mal Gitarrist, saß dann in einem Tanzorchester. Ging dann als Gitarrist in die Regie rein, und kam als Besitzer des Orchesters wieder raus. Das heißt. Die haben eben vermieden, die Musiker fest anzustellen, um sie dann möglichst schnell unkompliziert kündigen zu können, was dann auch irgendwie geschah. Infolgedessen haben die also einen Strohmann genommen, und der hat mit den Musikern dann eben Jahresverträge gemacht. Und dann waren aber auch sehr namhafte Leute in dem Orchester. Ake Person, ein phantastischer erster Posaunist, schließlich und endlich auch Slide Hampton, der sowohl im Club mit ‘ner kleinen Besetzung spielte, aber auch eine Big Band aufbaute, die auch sehr hörenswert war. Aber zu größeren Verdienstmöglichkeiten kam es eigentlich nicht, zumal dann die Leute schließlich und endlich die die Stadt verlassen haben und woanders hingegangen sind. Jedenfalls eines Abends kam nach dem Konzert Lionel Hampton, und es war für Herrn Fijal ein Leichtes von seinem Orchesterwart da ein Vibraphon hinzustellen in der Hoffnung, daß der eben dann einsteigt und einen mitspielt. Und tatsächlich, Herr Hampton, der erst’mal gemütlich mit ein paar damen bei einer Flasche Sekt irgendwie saß, raffte sich dann auf, ging an’s Vibraphon und spielte.Und ich dachte, das kann nicht sein: Er spielte das Stück „How High The Moon“. Ich dachte, es müßte ihm zu den Ohren rauskommen, weil, er damit eigentlich berühmt geworden ist mit dem Ding. Aber, nach und nach, je mehr man die Amerikaner kennenlernte: Das war deren Art von Profitum, oder Verhalten. Man spielt, und es ist egal was es ist, aber wenn man spielt, dann eben so gut man kann, bei voller Konzentration. Art Blakey hat mal ein Stück mitgespielt, dann hat mal eine ganze Woche langmitgespielt: Oliver Nelson. Es war zu Beginn der „Jazztage“ 67/68, wenn ich nicht irre, so daß die „Jazztage“ eröffnet wurden von einer, von der sogenannten „Dreamband“. Das war ein Zusammenschluß von SFB und RIAS Musikern, und die Stadt verteilte Auftragskompositionen. Zunächst an Don Ellis, der mit einem Chor da antrat und eine sehr moderne , sehr modernen Jazz, spielte, der das Publikum in zwei Lager teilte. In die Buhrufer und Leute, die frenetisch geklatscht haben. Aber es war eben interessant, die so aufeinanderprallen zu sehen. Quincy Jones war hier, und auch Auftragskomposition, und dann aber Oliver Nelson, Saxophonist, Komponist, Arrangeur, und der kam abends und spielte mit. Und Leo Wright war natürlich auch da , Carmel Jones, und Leo spielte so zwei Töne „dit/dut“, sagt Oliver Nelson: „Genau diese Töne nehmen wir jetzt und bauen daraus ein Stück.“ Er war ein Meister des freien Entwickelns von Stücken, wo sich eine Phrase an die andere aufbaut. Das merkt man auch an seinem speziellen Stil. Zu diesem Club gehörte auch ein, na ja, Fan. Ein etwas, bißchen verwachsener zwergenhafter Typ, aber ein riesen Jazzfan und Sprüchemacher und Trinker, aber kannte sich gut aus im Jazz, hatte eine große Schallplattensammlung. Und er hatte so seine Säuferecke, direkt wenn man reinkommt in die „Galerie“ an der Bar und begrüßte einem mit: „ Diverse Fußlappen (?)betreten die Galerie zum Ähen (?).“ dann kam eines Abends Friedrich Gulda rein, auch nach irgendeinem Konzert und setzte sich an einen Tisch, Sektkübel usw. Mack Kruse wollte nun, daß Gulda einsteigt, also wie man so sagt: einen mitspielt, und meinte zur Bar: „Ick muss ma‘ Fritze beleidijen jehn.“ Trottete hin, baute sich vor Gulda auf und sagte: „Fritze, faule Sau, sofort einen knacken lassen !“ ….drehte ab und gingwieder. Friedrich Gulda- so ‘ne Fresse – aber er spielte nachher mit. Zufällig war auch Alan Dawson da, ein Schlagzeuger, der an der „Berklee School“ in Boston mit großem Erfolg unterrichtet hat. Jedenfalls, Gulda spielte mit, war ein guter Abend. Ich wollte noch etwas zu dem Schlagzeuger sagen, Billy Brooks. Er war irgendwie eine vollkommene Ausnahme. Er war der Sohn einer schwarzen Amerikanerin und eines Indianers. Eines Indianers, der von einem tribe (?), einer Gruppe von Indianeren, die im Wolkenkratzerbau in den Vereinigten Staaten gerne eingesetzt wurden, weil sie so extrem schwindelfrei sind. Das hat eigentlich keine genetischen Hintergründe, sondern kulturelle. Diese Leute gehen anders mit ihren Kindern um, das hat man auch in Asien. Spezielle Gymnastik mit Babys und sowas. Und dieser Schlagzeuger hatte die Fähigkeit – Erstens konnte der sehr komplex spielen, zweitens klang er sehr voll, hatte so als Vorbild den afrikanischen Trommelsound. Konnte alle Harmonien am Klavier drücken, stimmte seine Trommeln auch immer nach bestimmten Tönen am Klavier. Und der spielte dieses Schlagzeug wie ein Gestänge. Das heißt, unter’m Strich: Der konnte nicht ein Viertel, also irgendeine Notenwert zuviel oder zuwenig spielen. Die Hände, beide Hände, beide Füße, über – immer zu einer Trommel…(?).   – so das- Er konnte einfach nicht mehr spielen oder weniger, so voll war dann seine Balance natürlich, die man dafür braucht. Das war sehr beeindruckend, und dieser Schlagzeuger war nun wiederum das Idol vom Sohn von Tom Holm, von Thomas Holm. Der hörte dann nicht mehr Gene Krupa, das große Beispiel, sondern plötzlich dieser Mensch, der eben moderner spielt,. Es war eine andere Zeit, die hatte sich woanders hin entwickelt. Was noch zu Galerie ? Ach so, mit Eugen Cicero war es so: Wir spielten dann, Montags war normalerweise frei, und dann gab es Extrakonzerte und Eugen Cicero Konzerte wurden extrem gut besucht, weil er klassischer Musiker war, war ja studierter klassischer Pianist mit einer phantastischen Technik, der auch Klassik verjazzte, sagen wa‘ mal so. Aber ganz geschmackvoll, und jedenfalls die Leute mochten das sehr, und es war immer sehr gut besucht. Ein anderer Gast war einmal…….

Ach so, jetzt fällt mir ein, während wir mit Slide Hampton spielten, kam Charles Mingus nach einem Konzert, um seinen Freund Slide zu besuchen. Mingus hatte so rachtische Beine, rief „Slide, eyy…“ ( Mickey eine rauhe Stimme imitierend…) ; ein Vieh von Typ und wollte seinen Slide besuchen. Wir hatten gerade Pause, Mingus gleich ruff uff de Bühne und an’s Klavier, der konnte auch gut Klavier spielen, hat das Klavier gespielt. Dann fingen wir wieder an und er (Mingus) setzte sich in die erste Reihe. Und Leo Wright machte eine Ansage: „Ladies and gentleman, hier sitzt der Mensch, der mir meinen ersten Gig, meinen ersten Job verschafft hat.“ Worauf Mingus Machte: ….( Mickey klatscht sehr langsam in die Hände, Mingus imitierend ). Jahre später habe ich mit einem saxophonisten gespielt, Bobby Jones, der längere zeit mit Mingus gespielt hat. Ein Weißer, der auch sehr gut Klarinette spielte. Darauf legte Mingus äußerst großen Wert, und ich fragte Bobby Jones, wie es denn so bei Mingus war. Sagt er: „Na ja, war natürlich musikalisch immer irrsinnig toll, bloß als ich das erste Mal das Wort Geld erwähnte, stak hier gleich ein Messer in der Wand.“ Also das war dann bei Mingus kein Ding.

Frag mich noch was, Jörg !

Jörg: Du hast alles erzählt, also ich hab‘ keine weiteren Fragen. Dank‘ dir sehr.

(Jörg Mickey noch einmal vorstellend) Mickey war Bassist in der Hausband …

Mickey: Wie ich vorhin sagte, man hatte eine Hausrhythmusgruppe, Anfang der siebziger Jahre machte man das nicht mehr. Aber ich habe dann auch noch einmal mit Tete Montoliu gespielt, blinder Pianist, der zunächst in der „Galerie“ spielte. Mit dem bin ich dann nach München gegangen, um dort auch Haustruppe zu spielen, mit Joe Nay am Schlagzeug, ein Berliner Schlagzeuger. Der war wiederum vor uns mit Fritz Pauer und Hans Rettenbacher (….in der „Galerie“), das war übrigens der Bassist, der bei dem Dolphy Abend mitgespielt hat, den hatte ich vorhin vergessen zu erwähnen, und die waren da. Fritz Pauer war lange auch Hauspianist in der „Galerie“. Es gibt da eine Platte, die ist in der „Galerie“ aufgenommen. Dann hatte Billy Brooks noch eine eigene Trommelgruppe, „El Babaku“, das machte der auch montags, war unheimlich gut besucht. Waren drei Conga Spieler, Billy spielte talking drum und drums, und ein Bassist, Bill Thomson, und Carlos Santa Cruz, ein Kubaner, spielte da mit. Und das war ein Typ, wenn man dem die Hand gab, dachte man, man hätte eine Krokodilsschwanz in der Hand. Das war pures Leder, also so fünfzig Jahre Conga spielen. Das war unglaublich, wie sich das anfühlte, aber ein herzensguter Kerl und ein sehr guter Musikant. War’s erst einmal.

Jörg: Mickey, danke dir sehr.